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Casino Luxembourg

Ausstellungen

Didier Vermeiren, Bacchanale, 1994. Sculpture, socle, plâtre, fer. © Albert Biwer.

Richard Deacon, Substance, 1992. Sculpture, surface lisse en bois, travaillée en forme de coquillage. Courtesy Lisson Gallery, Londres. © Albert Biwer.

Tony Cragg, Spyrogyrea, 1995. Sculpture, bouteilles de verre sablé de couleur blanche, verte ou brune, fixées à l'envers sur une construction métallique en spirale. Courtesy Lisson Gallery, Londres. © Albert Biwer.

25.7 — 29.9.1996

Sculptures : 7 attitudes

künstler: Tony Cragg, Richard Deacon, Reinhard Mucha, Didier Vermeiren, Peer Veneman, Franz West, Erwin Wurm
kurator(en): Enrico Lunghi

Die Ausstellung Sculptures : 7 attitudes präsentiert von sieben zeitgenössischen Plastikern rezente Arbeiten, die sieben unterschiedliche Vorgehensweisen zur Gestaltung der Skulptur aufzeigen. Der definierenden Struktur treu bleibend, sieht der Casino Luxembourg für jeweils eine Haltung ein bis zwei Räume vor, in denen eine Begegnung zwischen Werk und Betrachter ermöglicht wird. Ein bemerkenswerter Blick wird somit auf die einzelnen Haltungen gerichtet, welchen der gegenwärtigen Skulptur freie Gestaltungsmöglichkeiten und Experimentierfreudigkeit bedeuten. 

Materie, Masse, sowie Raum, Geschichte, Verhältnis zwischen Ort und Körper, Fabrikationsformen und wiederverwendbares Material sind Konzepte, die die zeitgenössische Plastik begründen: Tony Cragg findet Interesse an der Abfallanhäufung der städtischen Zivilisation, die neue poetische Formen hervorbringen; Richard Deacon realisiert Werke anhand von andersartigen Materialien, indem die Vereinigung von wesentlichen Bestandteilen betont wird; Reinhard Mucha bezieht die Begriffe des Ortes und der Erinnerung zur Umwandlung der wiedererlangten Objekte ein; Didier Vermeiren ergründet die Geschichte der Skulptur und den Ausstellungsmodus, um den Anschein von ewigem Klassizismus hervorzurufen; Peer Veneman errichtet dreidimensionale Objekte, die sich in keine der traditionellen Kategorien der Bildhauerei, der Malerei, der Architektur und des Mobiliars einordnen lassen; Franz West entsakralisiert das plastische Werk durch Gerechtwerden der menschlichen Proportion; Erwin Wurm, dagegen, setzt Textil, den menschlichen Körper und die Zeitdimension in Szene, um das Konzept der Skulptur zu erweitern. Diese enge Auswahl, die jedoch Künstler vorstellt, die tiefgreifend die Entwicklung der Plastik in den letzten Jahren geprägt haben, erlaubt eine Begriffsausdehnung der traditionellen Skulptur zur freien Schöpfung hin.

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Bilder

Didier Vermeiren, Bacchanale, 1994. Sculpture, socle, plâtre, fer. © Albert Biwer.

Richard Deacon, Substance, 1992. Sculpture, surface lisse en bois, travaillée en forme de coquillage. Courtesy Lisson Gallery, Londres. © Albert Biwer.

Tony Cragg, Spyrogyrea, 1995. Sculpture, bouteilles de verre sablé de couleur blanche, verte ou brune, fixées à l'envers sur une construction métallique en spirale. Courtesy Lisson Gallery, Londres. © Albert Biwer.