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Conférence

17.10.2006 Les Mardis de l’Art

Les Mardis de l'Art - Das Spektakel der Kritik und situationistische Kritik als Kunst

Vortrag mit Biene Baumeister Zwi Negator

Auf die Situationistische Internationale (1957-1972) beziehen sich heute weltweit ebenso avancierte KünstlerInnen wie politische AktivistInnen in Auseinandersetzung mit der aktuellsten kapitalistischen Integration von Ökonomie und Kultur. Der innerhalb kunstavantgardistischer und kultursubversiver Praxen sogar zunehmende Gebrauch situationistischer Versatzstücke aus der Kritik der modernen „Gesellschaft des Spektakels" lässt fragen, ob hierbei von Détournement oder Recupération gesprochen werden muss. „Es gibt keine Aufhebung ohne Verwirklichung, und man kann die Kunst nicht aufheben, ohne sie zu verwirklichen." Zu zeigen ist: Der situationistische Angriff auf die spektakuläre Warengesellschaft öffnete der sozialen und ästhetischen Emanzipation „die Nordwestpassage" einer Poesie, die noch immer unerschlossen ist. Die Konzeption der „Psychogeografie" sucht seitdem ihre Verwirklichung u.a. in der praktischen Kritik von herrschendem Urbanismus und Architektur.

Vom Autorenkollektiv Biene Baumeister Zwi Negator (Jgg. 1950-1967) ist 2004-2005 die Gesamtdarstellung Situationistische Revolutionstheorie. Eine Aneignung (Vol. 1 und 2) in Stuttgart erschienen. Weitere Beiträge zur Situationistischen Internationalen finden sich in verschiedenen Publikationen, u.a. dem 2006 in Berlin erschienenen Sammelband Spektakel - Kunst - Gesellschaft.


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In Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung woxx 

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