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Conférence

Josef Albers, Fugue (B), 1925-1928. Glas-Laminat und Farbe. 17,5 x 59,9 cm (ohne Rahmen). © Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Schenkung der Joseph H. Hirshhorn Foundation, 1972. Foto: Lee Stalsworth.

9.4.2013 Les Mardis de l’Art

Les Mardis de l'Art - Die Ordnung der Klänge

Vortrag mit Andi Schoon

Das Bauhaus gilt als ein Sammelbecken künstlerischer Strömungen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, deren gemeinsame Zielsetzung in der Kultivierung von Korrespondenzen zwischen den Künsten bestand. Die Annäherung war u.a. durch die Suche der bildenden KünstlerInnen nach einem neuen Regelwerk motiviert, nachdem der Weg in die Abstraktion einen qualitativen Abgleich mit der äußeren Welt verunmöglicht hatte. Die Hoffnung bestand nun darin, dass sich dieses neue Regelwerk aus den (abstrakten) Verhältnissen der Musik heraus begründen ließe. Die Strategien reichten von der kubistisch-futuristischen Bewegungssimulation auf Gemälden bis hin zu Vorformen des abstrakten Films. Der bildkünstlerische Bezug auf immanente Gesetzmäßigkeiten der Musik öffnete ein weites Feld neuer Möglichkeiten.
Der Vortrag versucht, solche interdisziplinären Entwicklungslinien auf dem Hintergrund spezifischer sozialpolitischer Ereignisse zu lesen.

Andi Schoon (*1974) studierte Musikwissenschaft, Literatur und Soziologie in Hamburg. 2005 Promotion in Systematischer Musikwissenschaft. Lehraufträge an der Universität Hamburg. Seit 2007 am Y Institut der Hochschule der Künste Bern tätig. Seit August 2012 Leiter des Y Instituts und Professor für Geschichte und Theorie der Transdisziplinarität.

Vortrag um 18.30 Uhr. Freier Eintritt.

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Josef Albers, Fugue (B), 1925-1928. Glas-Laminat und Farbe. 17,5 x 59,9 cm (ohne Rahmen). © Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Schenkung der Joseph H. Hirshhorn Foundation, 1972. Foto: Lee Stalsworth.