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Casino Luxembourg

Conférence

Sanna Kannisto, Frog Studies 1, 2001. Courtesy Galerie La Ferronnerie, Paris. © Sanna Kannisto.

31.3.2009 Les Mardis de l’Art

Les Mardis de l'Art - Forschen und Erfinden. Die Recherche mit Bildern in der zeitgenössischen Fotografie

Vortrag mit Thomas Seelig

In der Geschichte der Fotografie gab es von jeher Berührungspunkte zu benachbarten Disziplinen, von den Geistes und Naturwissenschaften bis hin zur Trivialkultur. Diesen Denkraum haben KünstlerInnen und FotografInnen in den vergangenen Jahren vermehrt für ihre fotografischen Praktiken entdeckt, um mit quasi-wissenschaftlichem Ansatz die Welt zu erkunden. Auf den Spuren der wissenschaftlichen Annäherung, der Suche nach einem Thema, dem Verfolgen einer Spur, aber befreit vom objektiven Gestus, nähern sich KünstlerInnen heute diesen Feldern an und entwickeln daraus eine neue Form von kritischer und teilnehmender Fotografie. Dies geschieht manchmal mit ausgiebigem Ernst, manchmal augenzwinkernd- fiktiv, oft mit dem Ziel, die Kriterien der Wahrheitsfindung zu hinterfragen. Beispielhaft werden acht zeitgenössische künstlerische Positionen vorgestellt (Pierre Bismuth, Kristleifur Björnsson, Sanna Kannisto, Joachim Koester, Jochen Lempert, Walid Raad/The Atlas Group, Ana Torfs, Costa Vece).

Thomas Seelig (*1964) ist Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur und Herausgeber von Publikationen zur zeitgenössischen Fotografie, u.a. Yet Untitled - Die Sammlung Bernd F. Künne (2003) und Sergey Bratkov - Heldenzeiten (2008). Er studierte visuelle Kommunikation/Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld und belegte danach ein kuratorisches Aufbaustudium an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht. Mit Uta Grosenick hat er das Buch Photo Art (Dumont/Köln, Thames & Hudson/London, Aperture/New York, 2007-2008) herausgegeben.

Im Rahmen der Ausstellung Great expectations. Contemporary photography looks at today's Bitter Years im Casino Luxembourg (27.03.2009 - 14.06.2009).

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Sanna Kannisto, Frog Studies 1, 2001. Courtesy Galerie La Ferronnerie, Paris. © Sanna Kannisto.