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Conférence

23.11.2004 Les Mardis de l’Art

Les Mardis de l'Art - Plagiat oder Schaffung eines neuen Kunstwerkes?

Vortrag mit Dr. Yvonne zu Dohna und Dr. Marie-Amélie zu Salm-Salm

Berühmte Kunstwerke der Renaissance sind von modernen Künstlern als Vorbild benutzt worden, und können in ihren Werken direkt wiedererkannt werden. So malt Warhol eine neue Version von Leonardos Abendmahl, nur ein wenig bunter und zerstückelter. Dali beschäftigt sich über Jahre mit den Werken Raffaels, Michelangelos und Leonardos und gibt dem Betrachter den Eindruck es seien Objekte, die je nach Laune und Genialität des Künstlers variiert werden können. De Chirico malt dagegen ein Porträt von Raffael regelrecht ab.
Und das nennt sich Kunst? Das soll mehr sein als eine originelle Idee? Was steckt in solchen Kunstwerken, was steckt hinter dieser Arbeitsweise? Das Ende der Kunst oder der Beginn einer neuen Kunstrichtung? Anhand von Analysen der Meisterwerke der Renaissance, ihrer Bedeutung in ihrer Zeit, und der Gegenüberstellung mit Werkanalysen der modernen Kunst soll das Verständnis für die tiefgründigen kulturgeschichtlichen Veränderungen und den neuen Begriff von Kunst erarbeitet werden.

Yvonne zu Dohna, geb. 1966, Kunsthistorikerin, Schwerpunkt: Kunst und Religion, Dozentin an der Universität Gregoriana in Rom mit dem Thema Verhältnis Mensch und Gott in der Kunst der Renaissance, hat promoviert bei Hans Belting über Antonio Canova als Museumsdirektor, Stipendium an der Bibliotheca Hertziana, Forschungsarbeit über die Rolle der Frau im Werk Raffaels.

Marie-Amélie zu Salm-Salm
, geb. 1973, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Schwerpunkt: Kunst des 20. Jahrhunderts, kuratiert zur Zeit mit Prof. Lemoine eine Ausstellung über die Maler der Wiener Sezession, die 2005 im Grand Palais in Paris zu sehen sein wird, hat promoviert an der Sorbonne in Paris über den deutsch-französischen Künstleraustausch nach dem Zweiten Weltkrieg.

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