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Conférence

© Studio NOX.

6.1.2004 Les Mardis de l’Art

Les Mardis de l'Art - Screens, Wraps, Folds: Was ist mit den Fassaden passiert?

Vortrag mit Emmanuel J. Petit

Cybertechnologien haben einen Paradigmenwechsel in der Architektur bewirkt. Durch gesteigerte Rechenkapazitäten sowie neue Netzwerktheorien ist eine Formenkomplexität in der Architektur ermöglicht worden, die von ihr abverlangt, ihre traditionellen Konzepte und Darstellungsmethoden zu überdenken. War für Le Corbusier der Grundriss der Generator des architektonischen Gedankens, so ist es in der zeitgenössischen Architektur problematisch geworden, anhand von Grundriss und Fassade zu argumentieren. Was passiert, wenn Gebäude ihre Fassade - ihr Gesicht - verlieren, und wie helfen poststrukturalistische Philosophie und Terminator 3 diesen Wandel zu verstehen? Über Architektur, die von darstellender Geometrie nicht mehr dargestellt werden kann.

Emmanuel J. Petit ist Diplomarchitekt der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich [ETH]. Er promoviert in Architekturtheorie an der amerikanischen Princeton University, wo er sein „Master of Arts" 2001 erhalten hat. Sein Doktorthema beschäftigt sich mit Fragen der Ironie in der poststrukturalistischen und der postmodernen Architektur. Zur Zeit lehrt er Architekturtheorie an der Yale University, und assistiert den amerikanischen Architekten Peter Eisenman in Entwurfsgrundlagen.

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