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Casino Luxembourg

Ausstellungen

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

12.10 — 1.12.2013

Brent Birnbaum - Ride (w/) The Wind

künstler: Brent Birnbaum
kurator(en): Leonor Comin

Im Rahmen seiner ersten monografischen Ausstellung in Europa präsentiert der amerikanische Künstler Brent Birnbaum (1977 in Dallas geboren, lebt und arbeitet in New York) das Ausstellungs- und Performanceprojekt Ride (W/) The Wind im „Aquarium" des Casino Luxembourg.

Brent Birnbaums Werk ist schon auf den ersten Blick ein „Hingucker", und ein überraschender noch dazu: Faszinierend sind nicht nur die an Kuriositätenkabinette erinnernden Räume, sondern auch die außergewöhnliche Erscheinung des Künstlers selbst. In seinen Installationen trägt der Amerikaner - durchaus mit einem humorvollen Augenzwinkern - Kitschobjekte, Retrokleidung, Schundromane, Filmplakate, Möbel und vieles mehr zusammen. Seit einigen Jahren ist auch die Performancekunst Teil seiner künstlerischen Praxis, mit der er die Popkultur, die Codes des Massenkonsums, die (amerikanische) Gesellschaft und deren Kehrseiten in den Blick nimmt. Mit seinen interaktiven Installationen sucht Birnbaum die Grenzen zwischen Kunstwerk und Publikum niederzureißen, sie sind Einladung an den Betrachter, sich persönlich einzubringen. Was Birnbaum interessiert, sind die Reaktionen der Besucher, seien sie nun heftig oder schlicht neugierig. Bei Ride (W/) The Wind begleitet der Performance-Künstler den Besucher mit einem Fragebogen in der Hand auf einer enjoyable, weird trip („vergnüglichen, verrückten Reise").

Die aus neun Arbeiten bestehende Installation im „Aquarium" fügt sich zu einem Labyrinth, in dem man sich ganz nach Belieben treiben lassen und vor- und zurückgehen kann: So ist jeder Besucher Herr über seinen Rundgang durch die Installation. Die labyrinthische Form ist Anspielung auf die Wechselfälle des Lebens, auf seine einschneidenden Höhen und Tiefen. Jede einzelne Arbeit hat ihr eigenes Thema, ihren eigenen Farbecode und ihren eigenen Fragenkatalog. Brent Birnbaum hat neun Fragenkomplexe entwickelt, die mit der Geburt beginnen und mit dem Tod enden, um herauszufinden, welche Empfindungen, Sehnsüchte, Ängste und Schwächen seine Besucher bewegen. Zwei Beispiele für seine Fragen sind etwa What makes you (un)happy? What is the best/worst thing you have done in your life?

Ride (W/) The Wind
geht zurück auf Birnbaums Projekt The Bureau of Apology, das er bereits dreimal - in jeweils anderer Form - in New York präsentiert hat. Für die letzte Auflage von Bureau of Apology trug Birnbaum schriftliche Entschuldigungen anonymer Personen zusammen, die er sorgfältig archivierte. Damit gab er einem jeden die Möglichkeit, sich so seiner Schuld zu entledigen. Mit beiden Arbeiten provoziert er eine Interaktion zwischen Künstler und Öffentlichkeit, mit der sich das Werk erst vollendet.



Der Performance-Künstler Brent Birnbaum ist vom 13. bis 27. Oktober 2013 und vom 25. November bis 1. Dezember 2013 im „Aquarium" anzutreffen, jeweils

mittwochs von 12.00 bis 14.00 Uhr
donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr
samstags von 14.30 bis 17.30 Uhr
sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Bilder

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.

Brent Birnbaum, Ride (W/) the Wind, vue d'installation, 2013. © Eric Chenal.