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Casino Luxembourg

Ausstellungen

Judith Deschamps, A Certain Word, 2018.

Alasdair Asmussen Doyle, Before the Voyage Concluded, 2018

12.12.2019 — 16.2.2020

By the edges of our absence

künstler: Alasdair Asmussen Doyle & Judith Deschamps
kurator(en): Stilbé Schroeder

By the edges of our absence. By the ground given. By the positions held, those we've exhausted. By the others yet, that we've since slipped through1.

By the edges of our absence (Über die Ränder unserer Abwesenheit) ist ein Dialog zwischen Werken des australischen Künstlers Alasdair Asmussen Doyle und der französischen Künstlerin Judith Deschamps. Ihr gemeinsames Interesse für die Vorstellungen von Maßstab und Zeit und deren Einfluss auf die Entstehung von Geschichte äußert sich in künstlerischen Positionen - Doyle nutzt Filmbilder, Deschamps den Ton -, die dem Wandel der Zeit Gestalt verleihen.

Für ihre Ausstellung im Casino Luxembourg wählten die beiden Künstler eine Form der Präsentation, die ebenso wie die gezeigten Werke eine Betrachtung von Körper und Raum darstellt und den Wechsel zwischen An- und Abwesenheit inszeniert. Während Judith Deschamps sich inneren Vorgängen widmet und den Stimmen unterschiedlicher Altersgruppen lauscht, wendet sich Alasdair Asmussen Doyle nach außen und beschwört in einer einzelnen langen Einstellung den nostalgischen Blick auf die Weiten jenseits des Horizonts. In der Verbindung dieser beiden Richtungen entzieht sich auch die Ausstellung immer wieder unserem Blick.

By the edges of our absence ist die zweite gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler und ihre erste in Luxemburg.

16.01.2020, 19.00 Uhr

Das jeweilige Hauptwerk der beiden Künstler wird einzeln installiert und führt zu einer Reaktion des anderen Künstlers. Diese Diptychen werden nicht gleichzeitig, sondern nacheinander präsentiert, wobei der Wechsel im Rahmen einer Veranstaltung am Donnerstagabend, dem 16. Januar 2020, erfolgt. Der Abbau der zuvor gezeigten Werke und das Warten auf die neuen bietet Gelegenheit zu einer Führung, die auf der Leere des Raumes und den dadurch geweckten Ideen und Fantasien basiert, nicht auf der Betrachtung der Werke. Auf diese Weise hinterfragt die Ausstellung im ständigen Wechsel sowohl die An- als auch die Abwesenheit der ausgestellten Arbeiten.

Künstlerbios

Alasdair Asmussen Doyle (geb. 1989 in Australien) nutzt frühe filmische Strategien, photochemische Verfahren und räumliche Annäherungen als Grundlage einer Praxis, die Orte und ihre Veränderungen analysiert. Der Künstler lebt im nordirischen Belfast, wo er derzeit in Zusammenarbeit mit aemi (Artists & Experimental Moving Image) an der Belfast School of Art promoviert. Zu seinen jüngsten Ausstellungsorten und Residenzen gehören An Lanntair, Outer Hebrides (Schottland); LOA, London; The Serving Library, Liverpool; die Galerie Martine Aboucaya, Paris; La Cité internationale des Arts, Paris, und Meat Markets, Melbourne.

Judith Deschamps (geb. 1986 in Frankreich) arbeitet mit Materialien, die sie aus der Sprache, dem Körper und zeitgenössischen Technologien bezieht, um deformierte Strukturen zu erzeugen, die sich westlichen Vorstellungen von Reinheit, Leistung und Rationalität entziehen. Derzeit lebt sie abwechselnd in Frankreich und in Großbritannien. Ihre Ausstellungen waren an folgenden Orten zu sehen: The Serving Library, Liverpool; De Appel, Amsterdam; Frac Grand Large, Dünkirchen; Museum für Kunst und Geschichte des Judentums, Paris; Centre Pompidou, Paris; Fondation Ricard, Paris; Mains d'Œuvres, Saint-Ouen, und Galerie Édouard Manet, Gennevilliers.



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1. „Über die Ränder unserer Abwesenheit. Über die gegebene Fläche. Über die besetzten Positionen, die wir ausgeschöpft haben. Und über die anderen, denen wir inzwischen entkommen sind." Vgl. Kit Webb, „Dislodgings/Enlèvements", erschienen anlässlich der Ausstellung The Slowing of the Firmament (2018) in der Galerie Martine Aboucaya, Paris, Frankreich.

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Bilder

Judith Deschamps, A Certain Word, 2018.

Alasdair Asmussen Doyle, Before the Voyage Concluded, 2018