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Casino Luxembourg

Ausstellungen

Enzo Umbaca, Love is colder than death, 2002. Photographie couleur sur aluminium. © Christian Mosar.

Joanna Rajkowska, Warszawa Wilenska (Vilnius Warsaw), 2002. Photographie. © Christian Mosar.

22.6 — 15.9.2002

Open House

künstler: Andy Alexander, Christine Biehler, Gast Bouschet, Pavlína Fichta Cierna, Tina Gillen, Katharina Jahnke, Louise Lawler, Niamh O'Malley, Joanna Rajkowska, Tere Recarens, Emilio López-Menchero, Enzo Umbaca, Sislej Xhafa
kurator(en): Enrico Lunghi, Fernando Alvim, Adam Budak, Laure Faber, Eva Gonzalez-Sancho, Bettina Heldenstein, Maria Hlavajova, Viera Jancekova, Evelyne Jouanno, Heike Munder, Roberto Pinto, Noëllie Roussel, Christine Walentiny

Für die Ausstellung Open House wurden 12 Kuratoren eingeladen, gleichzeitig und doch getrennt Projekte für die Räume des Casino Luxembourg auszuarbeiten. Es wurden 13 Künstler ausgewählt, deren Arbeiten in keiner direkten Verbindung zueinander stehen, sondern vielmehr größte Unterschiede aufweisen. Es ging nicht darum ein einheitliches Thema oder einen einheitlichen Diskurs vorzugeben, welcher als gemeinsamer Nenner verschiedener künstlerischer Ansätze herhalten könnte, sondern vielmehr darum, die Voraussetzungen zu schaffen, die einen möglichst breiten Schaffungsprozess und Interpretation der Werke erlauben.

Einerseits stellt Open House, aufgrund seines Ablaufes, die Rolle des Kurators, als Mittelsmann zwischen den Künstlern und den Institutionen, sowie die Bedingungen der Partnerschaft Künstler-Kurator (den praktischen, theoretischen, wirtschaftlichen Aspekt, die Machtverhältnisse usw.) in Frage. Andererseits versucht Open House auch die Gruppenausstellung auf den „Genre"-Prüfstand zu stellen und wirft dabei unter anderem folgende Fragen auf: Ist das Thema einer Ausstellung immer ausschlaggebend für die Interpretation des Werkes? Ist diese das einzige Anliegen einer thematischen Ausstellung? Falls das Ausstellungsthema einer Gruppenausstellung wesentlich ist, dann für wen: den Künstler, den Kurator, das Publikum? Oder kann man ohne vorgegebenen Diskurs und ohne Hierarchie arbeiten, indem man eine Eigendynamik entwickeln lässt, welche aufgrund der „Offenheit" der Einladung ausgelöst wurde.

Ein unter einem Baum liegender Sarg aus Eis (Enzo Umbaca ausgewählt von Roberto Pinto), ein Ford Mustang Lounge mit Fahnen verziert (Katharina Jahnke / Heike Munder), Panorama-Ansichten von Warschau auf Tapete gedruckt und ein Sprung ins Leere (Joanna Rajkowska / Bettina Heldenstein), ein „wanderndes" Foto und Sprachstudenten, die ausstellen dürfen (Louise Lawler / Adam Budak), ein Stadium aus Seifenstücken (Sislej Xhafa / Evelyne Jouanno), eine Dokumentar-Vorrichtung über Johannesburg und Mexiko (Gast Bouschet / Fernando Alvim), erdachte Aufzüge (Pavlína Fichta Cierna / Viera Janceková), eine Wandmalerei, welche die von Architektur versteckte Landschaft ergänzt (Niamh O'Malley / Mária Hlavajová), ein ganz spezieller Dschungel (Christine Biehler / Christine Walentiny), eine seltsame anthropomorphe Landschaft (Andy Alexander / Noëllie Roussel), ein unstabiles Sound-Sofa (Tere Recarens und Emilio López-Menchero / Eva González-Sancho), die malerische Transposition von Landschaften und Architektur-Motiven (Tina Gillen / Laure Faber). All diese Projekte werden speziell für Open House geschaffen und können gemeinsam zu ersten Antworten auf die gestellten Fragen führen.

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Bilder

Enzo Umbaca, Love is colder than death, 2002. Photographie couleur sur aluminium. © Christian Mosar.

Joanna Rajkowska, Warszawa Wilenska (Vilnius Warsaw), 2002. Photographie. © Christian Mosar.

Sislej Xhafa, Sleeping Beauty Life, 2002. Photographie. Palais de Tokyo, Paris.

Tina Gillen, Mappemonde, 2002. Peinture murale. © Christian Mosar.