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Ausstellungen

Sophie Jung, Taxpayer’s Money – Vue d’installation à LIVE | Frieze London, 2019. © The artist.

Sophie Jung, The Bigger Sleep – Manor Art Award, vue de l’exposition au Kunstmuseum Basel | Gegenwart, 2018 © Gina Folly.

7.3 — 7.6.2020

Sincerity Condition.

künstler: Sophie Jung
kurator(en): Stilbé Schroeder

Eröffnung: Freitag, 6. März 2020, 18.00 Uhr

In ihrem Werk aus Text, Skulptur und Performance erkundet Sophie Jung das politische der Re-Präsentation und widersetzt sich mit wirrer Komplexität und staffettigen Epilogen dem Verlangen nach einem reduktiv zusammenfassenden Fazit. Ihre Textarbeit versucht tonangebende Stimmen zum Bruch zu führen und chorale Allgemeingütigkeit durch subversiv eingeleitete Tremores ins Wanken zu bringen. Zu ihren go-to Mitteln gehören unsichere Absurdität, formale Obsession, das Graben surrealer Gruben, tiefer Ernst, liebevoller Amateurismus, rohe Wut, tiefe Scham, Reim und Takt, Slapstick, Mühsal, Freundschaft sowie ein unerschöpfliches Repertoire aus Aus- und Abrutschern. Ihr bildnerisches Werk besteht aus Körpern, die sie aus gefundenen Materialien, aber auch aus selbst produzierten Attributen als suggeriert und suggestive Collagen zusammensetzt. Sie verweigert sich dem Dogma einer „ursprünglichen Idee“ oder „universellen Bedeutung“, vielmehr möchte sie ein Netzwerk beständiger Unvollständigkeit dirigieren.

Sie betreut einen in dauernder Veränderung begriffenen Chor der Dringlichkeiten und Freuden, Traumata und Manifestationen, die kollektiv zwischen Dur, Moll und allen stummgeglaubten Zwischentönen vermitteln. Sophie Jung geht es in ihrer Arbeit um eine Entkategorisierung von Konzepten und eine Entkonzeptualisierung von Kategorien. Sie versteht ihre Herangehensweise an „Zeug“– als erkennbares Utensil ebenso wie als metaphorische Erscheinung – als unsicheres queering der Materialistischen Geschichtsauffassung. 

…of f ever dreamt sh’aim at all towers all breakings and queens for a misremembered text ure a crumbling syncopation, a glowing brick suspended mid-air. A glazed gaze across at capital, the capital, a final floor-bored ambulation before always already having turned your back on a childhooded home, your teenage I deals tr aided in ore the treacherous valleys and values that have carried the landscapes around you for longster. Re spite in a beam of lied about the pillar of socie a sigh.

Sophie Jung (lebt und arbeitet in Basel und London) studierte an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam und absolvierte ihren Master of Fine Arts an der Goldsmiths University in London. Zu ihren jüngsten Projekten und Ausstellungen gehören Taxpayer‘s Money für Frieze LIVE; Dramatis Personaea, JOAN, Los Angeles; The Bigger Sleep, Kunstmuseum Basel | Gegenwart und Block Universe, London; Come Fresh Hell or Fresh High Water, Blain Southern, London; Producing My Credentials, Kunstraum London; Paramount VS Tantamount, Kunsthalle Basel und Centre Culturel Suisse; Unmittelbare Konsequenzen, Kunst Halle Sankt Gallen, und Äppärät, Ballroom Marfa. 2015 verbrachte Jung als Preisträgerin des Edward Steichen Award Luxembourg sechs Monate am ICSP in New York. 2016 und 2019 gewann sie den Swiss Art Award und 2018 den Manor Kunstpreis. Zwischen 2016 und 2019 war sie Mitglied der Jury des Swiss Performance Art Award und ist derzeit Mentorin am Institut Kunst in Basel.

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Partner

in Zusammenarbeit mit Istituto Svizzero

Bilder

Sophie Jung, Taxpayer’s Money – Vue d’installation à LIVE | Frieze London, 2019. © The artist.

Sophie Jung, The Bigger Sleep – Manor Art Award, vue de l’exposition au Kunstmuseum Basel | Gegenwart, 2018 © Gina Folly.