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Casino Luxembourg

Ausstellungen

Wim Delvoye, cloaca gates, 2006. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

Wim Delvoye, cloaca original, 2000. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

Wim Delvoye, Cloaca - New & Improved, 2001. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

30.9.2007 — 6.1.2008

Wim Delvoye : Cloaca 2000 – 2007

künstler: Wim Delvoye
kurator(en): Enrico Lunghi
Assistenten: Guillaume Baudin, Kevin Muhlen

Vom 30. September 2007 bis zum 6. Januar 2008 zeigt das Casino Luxembourg in Zusammenarbeit mit dem Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam Luxembourg) eine umfassende monografische Ausstellung rund um Wim Delvoyes einzigartiges Projekt Cloaca.

Die Ausstellung Wim Delvoye: Cloaca 2000 - 2007 versammelt zum ersten Mal die acht Maschinen, die der Künstler im Laufe der Jahre entwickelt hat - Cloaca Original, Cloaca - New & Improved, Cloaca Turbo, Cloaca Quattro, Cloaca N°5, Super Cloaca, Personal Cloaca und Mini Cloaca - sowie mehr als 200 Originalzeichnungen, 3D-Fotografien, Röntgenbilder, Modelle, luftdicht verpackte Cloaca Faeces, sowie allerlei Artefakte, die zusammen eines der kühnsten künstlerischen Projekte aller Zeiten bilden.

Zum ersten Mal werden ebenfalls zwei Cloaca gleichzeitig funktionieren: ein Modell der ersten Generation (Cloaca - New & Improved, 2001) und eine spätere Variante (Personal Cloaca, 2007). Beide werden während der gesamten Ausstellungszeit im Casino  Luxembourg im Einsatz sein und von örtlichen Restaurants gefüttert werden. Zudem wird das Mudam Luxembourg erstmalig die Super Cloaca ab Samstag, den 13. Oktober (Museumsnacht) drei Tage lang in Betrieb nehmen und bis zum 26. November ausstellen. Schließlich wird die noch im Aufbau befindliche Mini Cloaca im Laufe des Monats November zum ersten mal eingeschaltet.

Wim Delvoyes Cloaca erfüllen einen Menschheitstraum: die Funktionsweise des menschlichen Körpers nachzustellen. Indem sie in nie dagewesener Weise Kunst und Wissenschaft vereinen, dabei aber einen unbestritten populären Charakter beibehalten, reihen sich diese Maschinen-Kunstwerke in eine kunstgeschichtliche Tradition ein, die von Jacques de Vaucansons (1709-1782) Canard [Ente] bis zu Piero Manzonis (1933-1963) berühmter Merda d'artista [Künstlerscheiße] reicht. Humorvoll und poetisch läuten sie eine neue Ära ein: die des kybernetischen Künstlers und Entrepreneurs, der die Maschine entwirft, die seine Kunstwerke produziert. Er löst sich somit vom romantischen Bild des genialen Schöpfers und führt seine Produkte in den globalen Wirtschaftskreislauf ein, indem er sie unter anderem an die Börse bringt (www.cloaca.be).

Ein speziell im Casino Luxembourg eingerichteter Wim Shop bietet diverse Bücher und rund um das Cloaca-Projekt entworfene Produkte an: Cloaca-T-Shirts, eine Wim-Delvoye-Puppe, ein 3D-Viewmaster, Cloaca-Toilettenpapier, Tragetaschen usw.

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Partner

The OK - Centrum für Gegenwartskunst in Linz (A) wird permanente Livebilder der Ausstellung zeigen.
Die Ausstellung wurde durch die großzügige Hilfe des Studio Wim Delvoye in Ghent möglich gemacht.

Bilder

Wim Delvoye, cloaca gates, 2006. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

Wim Delvoye, cloaca original, 2000. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

Wim Delvoye, Cloaca - New & Improved, 2001. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.

Wim Delvoye, Wim Shop, 2007. Installation in situ. © Roman Mensing / artdoc.de.