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Ausstellungen

Conception graphique : Julie Bassinot, Morgat Bry, Chani Pouzet et Marie Serrié (Atelier de communication graphique de la HEAR de Strasbourg)

No Name, caméra silex patates germées, Haute école des arts du Rhin, 2018.

20.4 — 19.5.2019

caméra silex patates germées

künstler: Sandro Berroy, Alexandre Caretti, Zoé Damez, Nicolas Declerck, Margot Derumez, Ondine Duché, Zoé Filloux, Ludovic Hadjeras, Milivanh Jantzen, Vérane Kauffmann, Juliette Kerviche, Euna Lee, Jules Maillot, Pierre-Clement Malet, Marie Merckle, Anouk Nier-Nantes, Garance Oliveras, Elisa Sanchez, Adrien von Nagel, Hazem Waked, Kelly Weiss

Ausstellung der Studentengruppe No Name der Hochschule für Kunst am Rhein (HEAR), Straßburg (F).

Eröffnung: Freitag 19.4.2019 von 19:00 bis 21:00 Uhr

PROGRAMM:

Ludiovic Hadjeras : Le loup ne peut guetter la lune qu'en sortant de la forêt
Werwölfe gehen bekanntlich schneller aus, wenn der Mond voll ist. Dies ist auch am Abend der Eröffnung der Fall.

Juliette Kerviche : s’attrouper
Die Geschichte der Bewohner der Schüsseln rund um das Werk U von Juliette Kerviche.
Sprache: Französisch

Jules Maillot : je suis devenue allergique à ma propre langue
"Drehen Sie das Licht auf ein Minimum und beseitigen Sie Ablenkungen. Geben Sie etwas Musik ein, um ein Hintergrundgeräusch zu erzeugen. Cubensis Hawaiian bietet Ihnen ein Farb-Fetisch-Erlebnis (...)"


No Name, eine Arbeitsgruppe an der Straßburger Haute École des Arts du Rhin (HEAR), beteiligt sich am Forschungsprogramm FAIRE-MONDES. Mit ihrem Interesse für Globalisierungsfragen und die „Ökologie des Erzählens“ bewegen sich die Studierenden zwischen Politik und Poesie.

 
Im Mittelpunkt ihrer Recherchen im Studienjahr 2018/2019 stehen Fragen zur Evolution/Entwicklung im weiteren Sinne. Wie lässt sich die Dialektik der Veränderung und der Kontinuität erzählen? Was schwingt in den Erzählungen über Evolution mit? Wie kann man verschiedene Formen der Entwicklung in eine Reihenfolge bringen?
Wie eine alchemistische Formel oder ein Spiel mit den Händen präsentiert camera silex patates germées eine Reihe austauschbarer Objekte ohne erkennbare Rangordnung. Was war zuerst da, Kamera, Feuerstein oder Kartoffel? 
Als die erste Kartoffel, gerade erst an der europäischen Küste gelandet, dem Papst präsentiert wird, gibt es ein diplomatisches Problem: Der Quechua-Begriff für dieses Gewächs lautet papa. Aber so wird auch der Papst genannt. Um Verwechslungen zu vermeiden, wird die Knolle in patata umbenannt.
Die Camera obscura wiederum dient sowohl als Maschine zum Sehen als auch als Gerät für die Projektion von Bildern.>

Irgendwo, am Boden der Ozeane, kommt es zu siliciumhaltigen Einschlüssen. Diese Feuersteine, durch Erosion freigesetzt, durch Frost gebrochen, von der Strömung rundgerollt, werden als Vielzahl runder Kieselsteine an den Strand gespült. Reiben sie aneinander, sprüht es Funken. 
Evolution ist kein Fortschritt, keine Verbesserung. Sie bedeutet ständigen Wandel, das Durchlaufen von Veränderungsprozessen, Hybridisierung. 
Kann man ohne Silicium Bildschirme bauen?
Entwicklung findet auf mehreren Ebenen statt: in Zwischenräumen, entlang des Imaginären, als Untertitel großer Geschichten, in den Hohlräumen von Interaktionen. 
Die verschiedenen Ebenen unserer Geschichten überschneiden sich und verstricken sich gelegentlich. Würden die Kartoffeln auf der dunklen Seite des Mondes keimen? 

Grafikdesign: Julie Bassinot, Morgat Bry, Chani Pouzet, Marie Serrié von der grafischen Kommunikationsabteilung der HEAR

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Partner

Avec le soutien du Ministère de la Culture de la République française et la Région Grand Est.

Bilder

Conception graphique : Julie Bassinot, Morgat Bry, Chani Pouzet et Marie Serrié (Atelier de communication graphique de la HEAR de Strasbourg)

No Name, caméra silex patates germées, Haute école des arts du Rhin, 2018.